Aktuelles

14.07.2015 Kategorie: 2015

Informationsbesuch beim Frauennotruf Koblenz

Er ist Anlaufstelle für Frauen und Mädchen ab dem 12. Lebensjahr und bietet Beratung und Prävention zum Thema sexualisierte Gewalt: der Frauennotruf Koblenz. Im Vergleich zu den 11 anderen Notrufen im Land Rheinland-Pfalz hat er ein überaus großes Einzugsgebiet, das sich über 5 Landkreise im nördlichen Rheinland-Pfalz sowie die Stadt Koblenz und damit rund 800.000 Einwohner erstreckt. Somit ist er für rund 20 % aller Einwohner von Rheinland-Pfalz zuständig.


 Dem Hilferuf nach einer stärkeren finanziellen Unterstützung durch das Land sind die drei Landtagsabgeordneten Anke Beilstein (Cochem-Zell), Hedi Thelen (Plaidt, Mayen-Koblenz) und Andreas Biebricher (Stadt Koblenz) gefolgt. Sie haben sich die Einrichtung vor Ort angesehen und sich dort über die Arbeit sowie die finanziellen Gegebenheiten informiert. Franziska Godlewsky und Conny Zech berichteten über ihre Ansätze in den Bereichen Prävention, Öffentlichkeitsarbeit sowie direkter Beratung im Falle sexualisierter Gewalt. Ein guter Weg, um vor allem jungen Mädchen die erste Angst und Hemmschwelle bei der Hilfesuche zu nehmen, sei die Onlineberatung www.justforgirls-koblenz.de. Die personelle Ausstattung mit drei halben Kräften sowie einer weiteren Angestellten auf 13-Stunden-Basis sei jedoch eindeutig zu wenig für die Einrichtung in Koblenz. Der Landeszuschuss bewege sich seit Jahren nur bei 40.000 €, der für das riesige Einzugsgebiet des Frauennotrufs Koblenz schlicht nicht ausreiche. Die freiwilligen Leistungen der Kommunen und Landkreise seien in Anbetracht der finanziellen Situation der Kommunen in jedem Jahr erneut eine nicht fest einplanbare Größe. Die drei Landtagsabgeordneten versprachen, sich im Rahmen der Haushaltsberatungen gerne auch parteiübergreifend mit den Kollegen von SPD und Bündnis 90/die Grünen in Verbindung zu setzen, um nach einem Weg für eine stärkere finanzielle Unterstützung zu suchen.