Aktuelles

07.03.2016 Kategorie: 2016

Julia Klöckner und Anke Beilstein in Zell: Zwei Frauen mit viel Herz und Verstand

ZELL Eine volle Stadthalle erwartete Julia Klöckner in Zell. Jede Menge weiterer Stühle und Stehtische wurden herbeigeschafft für die vielen Interessierten, die trotz des plötzlichen Wintereinbruchs in den Höhen von Eifel und Hunsrück gekommen waren, um die CDU Spitzenkandidatin kennenzulernen. Unter den schwungvollen Klängen der Orchestervereinigung Zell zog sie gemeinsam mit Gastgeberin Anke Beilstein ein und wurde mit viel Applaus begrüßt.



In ihrer einführenden Rede ging die CDU-Abgeordnete aus Cochem-Zell darauf ein, dass eine Landtagswahl der Zeitpunkt sei, an dem die Bürger Bilanz ziehen für die Politik der Vergangenheit und dann entscheiden, welchen Weg man für die Zukunft unterstütze. „Zur Bilanz der SPD-geführten Regierungen gehört es, dass Rheinland-Pfalz nun zu den am höchsten verschuldeten Ländern der Bundesrepublik gehört. Während in den ersten 44 Jahren seit der Entstehung und in der Wiederaufbauphase des Landes unter CDU-Regierung 11 Milliarden Schulden entstanden sind, kamen in den letzten 25 Jahren unter der SPD 27 Milliarden hinzu.“ Bei der Frage, wohin dieses Geld geflossen sei, kämen unweigerlich die politischen Fehlleistungen auf den Tisch: 700 Millionen versenkt am Nürburgring, bei dem noch Handwerker auf unbezahlten Rechnungen sitzen, jährlich zweistellige Millionendefizite am Hahn, für den es kein tragfähiges Wirtschaftskonzept gibt, ein insolventes Schlosshotel, und jede Menge teure Gutachten sowie Personalaufblähungen bei den Ministerien. „Auf der anderen Seite sehen wir kaputte Straßen und Brücken, ausgeblutete Kommunen und eine Polizei, die personell völlig unterbesetzt ist und über 1,7 Millionen Überstunden vor sich herschiebt.“ Daher sei ein politischer Kurswechsel nach 25 Jahren dringend notwendig.

Wie dieser aussehen sollte, machte Julia Klöckner anschließend in einer packenden Rede deutlich, in der für jeden Zuhörer fühlbar wurde, wie viel Energie und Gestaltungswille in der Christdemokratin steckt. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Fundament eines klaren Werteverständnisses von Verantwortung für die von den Bürgern erwirtschafteten Steuermittel durch ihren Ausblick. „Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger steht für uns an erster Stelle. Wir brauchen dringend mehr Polizisten.“ Im Bildungsbereich zeigte sie den großen Unterschied zur rot-grünen Ideologie auf: „Wir setzen auf Qualität, nicht auf Quote.“ Nicht die Anzahl der Abiturienten stehe für ein gutes Bildungssystem, sondern ein gegliedertes Schulwesen, das auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingehe. „Wenn immer mehr Abitur machen, aber gleichzeitig auch die Zahl der Studienabbrecher steige, wenn  gleichzeitig Betriebe klagen, dass sie keine Ausbildungsplätze mehr besetzen können, dann stimmt etwas im System nicht.“ Die CDU wolle die berufliche Ausbildung mehr wertschätzen. „Statt Gebührenfreiheit für Bummelstudenten werden wir lieber finanzielle Unterstützung für den Meisterbrief leisten.“
Unterschiedlich sei auch der Einstellung zu Familie und Kinder: „Während die SPD-Bildungsministerin behauptet, dass keine noch so guten Eltern die Professionalität einer Kita ersetzen könnte, sagen wir: keine noch so professionelle Kita kann die Liebe von
Vater und Mutter ersetzen.“ Daher wolle man auch die jetzt vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel als Landesfamiliengeld an die Familien zur Unterstützung weitergeben.
Besonders am Herzen liegen Julia Klöckner eine gute Zukunft für den ländlichen Raum und der Zusammenhalt der Generationen. Neue Ansätze und Lösungen stehen hier in enger Verbindung mit einer guten Infrastruktur – sowohl von guten Straßen wie auch der flächendeckenden Breitbandversorgung. Auch Palliativstationen und Unterstützung für jene Menschen, die ihre Familienangehörige pflegen, bedürften dringend einer Intensivierung: „Wir brauchen eine Hand, die uns ins Leben begleitet. Wir brauchen aber auch eine Hand, die uns hält, wenn wir gehen müssen.“
Der Realitätssinn der CDU-Spitzenkandidatin und ihre klare Haltung wurden dann auch nochmal deutlich bei der Flüchtlingsfrage und ihrer Einstellung zur Integration: „Es gibt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Und diese müssen wir von Anfang an mit einer Integrationsvereinbarung klar einfordern.“ Bei der Lösung der Flüchtlingskrise sei im übrigen bisher noch kein einziger Vorschlag von der SPD zur Reduzierung der Zuströme gekommen – im Gegenteil. Die Beschlüsse der Großen Koalition seien regelmäßig im Bundesrat von Rot-Grün blockiert worden. Auch aus diesem Grund sei es wichtig, dass ein Wechsel der Landesregierung gelinge. 
Der starke Beifall, die vielen Gespräche im Anschluss und Fotowünsche machten deutlich, dass Julia Klöckner nicht nur die Herzen der Menschen erreicht, sondern auch inhaltlich überzeugt hat.