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24.10.2017 Kategorie: 2017

Kleine Grundschulen / Sitzung des Bildungsausschusses

Landesregierung muss endlich Konzept vorlegen


In der heutigen Sitzung des Bildungsausschusses wurden die Ergebnisse der Anhörung zum Gesetzentwurf der CDU-Landtagsfraktion zum Erhalt kleiner Grundschulen diskutiert. In diesem Zusammenhang gestand Bildungsministerin Hubig ein, dass der Leitlinienprozess der Landesregierung kein dauerhaftes Konzept sei und dass sie Schulschließungen im Grundschulbereich für notwendig halte. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein: 

„Wir müssen die kleinen Grundschulen erhalten, um gute Bildung und eine gute Infrastruktur in den ländlichen Regionen zu bewahren. Dafür brauchen wir eindeutige rechtliche Rahmenbedingungen, die Klarheit schaffen. Das geltende alte Schulgesetz bildet mit der darin fixierten Mindestgröße nach mehr als 30 Jahren nicht mehr die Realität ab. Wir wollen daher gesetzlich den Bestand kleiner Grundschulen garantieren, damit die Lehrer, Eltern und Gemeinden eine verlässliche Perspektive haben. In der Anhörung ist der pädagogische und strukturelle Wert kleiner Grundschulen eindringlich deutlich geworden.

Nicht die Schulen müssen sich also dem Gesetz anpassen, sondern das Gesetz der Realität. Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Regierungsfraktionen und die Bildungsministerin dieser Entwicklung entziehen wollen. Statt eigene Ideen zum Erhalt einzubringen, werden weitere Grundschulschließungen vorbereitet. Das schafft Verunsicherung bei Lehrern, Eltern und Dorfgemeinschaften. Wir brauchen jetzt den Mut, die Zukunft zu gestalten. Dazu ist Frau Hubig offensichtlich nicht bereit.“