Aktuelles

16.11.2011 Kategorie: 2011

Nachhaltige Entwicklung stand im Mittelpunkt

Im Rahmen der diesjährigen Klausurtagung besuchten die CDU Kreistagfraktion und der CDU Kreisvorstand Cochem-Zell die Bioenergieregion H-O-T in Mosbach. Diese Bioenergieregion umfasst die drei Landkreise Hohenlohekreis, Neckar-Odenwald-Kreis und den Main-Tauber-Kreis mit 3.207 km². Mit 400.000 Menschen ist die H-O-T wesentlich größer als die Bioenergieregion Cochem-Zell.


„Es ist immer lehrreich über den Tellerrand hinauszublicken und den Erfahrungsaustausch mit Kommunen zu suchen, die sich ebenso wie wir in Cochem-Zell auf einen nachhaltigen Weg gemacht haben.“ gaben CDU Kreisvorsitzende Anke Beilstein und die Fraktionsvorsitzende im Kreistag Stephanie Balthasar-Schäfer als besonderen Grund  für die Auswahl dieses Ziels an. Das Dorf Siebeneich mit gerade mal 200 Einwohnern ist Bioenergiedorf. Hier haben sich private Investoren vor Ort zusammengeschlossen und versorgen mit Hilfe eines Fernwärmenetzes gut ein Drittel der Haushalte mit Wärme. Die Wärme ist das Nebenprodukt einer Biogasanlage. Sollte die Abwärme nicht reichen, wird zusätzlich mit einer Hackschnitzelanlage Wärme produziert. „Bioenergie bietet vielfältige Möglichkeiten vor Ort, das heißt, unser Geld bleibt bei uns. Davon profitieren alle, vom regionalen Handwerk bis zum Einzelhandel vor Ort. Außerdem werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen, beispielsweise in der Land und- Forstwirtschaft“, so Rolf Weibler, Landwirt und Betreiber des Fernwärmenetzes in Siebeneich. „Bei solchen Projekten vor Ort, ist es wichtig das eine enge und unproblematische Kommunikation zwischen Behörden und privaten Investoren stattfindet.“, ergänzt die CDU Kreisvorsitzende MdL Anke Beilstein. Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung des Lohnunternehmen Feil in Schefflenz. Roland Feil investiert selbst in Nachwachsende Rohstoffe. Draußen auf den Feldern konnten die Mitglieder der Kreis-CDU nicht nur die unterschiedlichen Pflanzentypen besichtigen, sondern entwickelten auch angeregte Diskussionen auf der Grundlage der Erfahrungsberichte von Roland Feil.


Neben dem zentralen Thema Bioenergie standen der künftige Umgang mit Klärschlamm, der kommunale Entschuldungsfonds und der Informationsaustausch zum aktuellen Sachstand in der Verbandsgemeinde Treis-Karden auf der Tagesordnung. Die Entscheidung der rot-grünen Landesregierung zur Schließung der Polizeiautobahnstation Kaisersesch stieß auf großes Bedauern. „Wir haben um ihren Erhalt gekämpft. Aber leider hat weder die von uns initiierte Resolution noch die Unterschriftenaktion ihren Fortbestand bewirken können. Bedauerlicherweise hat Kaisersesch aber auch keine Unterstützung durch die hiesige Staatssekretärin erfahren.“ stellten die Christdemokraten fest.