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14.03.2013 Kategorie: 2013

Besuch des Jugendtages der CDU Landtagsfraktion in Mainz

Mainz. Rund 40 Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz folgten der Einladung der CDU-Fraktion in den Landtag zum Jugendtag. Hier sollte die Arbeitsweise unseres Parlamentes und der Fraktion kennengelernt und selbstständig erprobt werden.


Auch die Cochemer Jungpolitiker Lukas Loosen und Rudolf Kaiser nahmen diese Chance zusammen mit MdL Anke Beilstein wahr. In Mainz angekommen, begrüßte Julia Klöckner, Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, jeden Teilnehmer persönlich: "Euch wird der Landtag heute so gezeigt und erklärt, wie einem frisch gewählten Abgeordneten. Denn wir nehmen euch ernst." Auf dieses Wort hin bekamen alle Beteiligten Einblicke, wie Abgeordnete arbeiten und wie die parlamentarische Demokratie funktioniert. Anschließend fanden angeregte Diskussionen zwischen den Jugendlichen statt, mit Themen, die sie aktuell bewegen: "Schulnoten und Sitzenbleiben" sowie  "Soziale Medien" und "Politik attraktiver für Jugendliche gestalten". Es wurden zusammen mit Abgeordneten in Kleingruppen Fachausschüsse gebildet, damit auch wirklich jeder Jugendliche zu Wort kommen konnte. Die Abgeordneten hatten dabei eine reine Interviewerposition inne und ließen alle Beteiligten ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen äußern. "Es ist wichtig, dass bei Bildungsentscheidungen der Politik vor allem diejenigen befragt werden, die es unmittelbar betrifft", äußerte sich Rudolf Kaiser.

Nachdem jeder Fachausschuss seine Vorschläge erarbeitet hat, wurden diese im Fraktionssaal vorgestellt und ausführlich zwischen den Jugendlichen diskutiert. Interessant war die Einigkeit in den wichtigen Themen: Jeder Teilnehmer war gegen die Abschaffung von Schulnoten, da ohne sie weniger Anreiz bestehe, sich Mühe zu geben, wovon schlussendlich der Lernerfolg abhängt. Es ginge  nicht darum, die 10 Jahre Schule irgendwie zu überstehen, sondern auch etwas dabei zu lernen. Lediglich die Willkür der Lehrkräfte bei der Notengebung wurde als problematisch angesehen. Auch das Votum zum Thema Sitzenbleiben ergab eine klare Absage an die Pläne der Landesregierung, die Ehrenrunde abzuschaffen. So äußerte sich eine Teilnehmerin: "Ich musste die 6. Klasse mit einem Notenschnitt von 4,5 wiederholen. Diesen Schritt bereue ich nicht, denn seither habe ich durchgehend einen Schnitt von 1,5 und mache diesen Monat Abitur." Weiterhin forderten die Jugendlichen die Einführung von Sozialkunde ab der 7. Klasse. Dieser solle zweistündig stattfinden und nicht wie bisher erst ab der 9. Klasse einstündig. Denn nicht zuletzt dadurch werde frühzeitig ein Interesse für Politik geweckt.

Damit war der Jugendtag ein gelungenes Beispiel für die aktive Einbindung Jugendlicher in den  Prozess der politischen Entscheidungsfindung und für die Kommunikation mit jungen Politikinteressierten. Schlussendlich konnte so auch mal ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden. Durch die positive Resonanz von Seiten der Teilnehmer, wird der Jugendtag auch in Zukunft weiter Bestand haben. Informationen dazu gibt es auf Anfrage in der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Cochem.